In meiner Galerie befinden sich handgezeichnete Porträts, Motorsport-Impressionen und dekorative Zeichnungen aller Art.

Möchten Sie selber eine Bleistiftzeichnung in Auftrag geben, dann nutzen Sie doch bitte den Foto-Porträt-Service. Dieser gilt natürlich nicht nur für Porträts, sondern auch für alle anderen Auftragsarbeiten.

So entsteht eine Zeichnung von Bernhard Kienitz

An dieser Stelle möchte ich erläutern wie meine Zeichnungen entstehen. Zu aller erst erfolgt natürlich der wichtigste Schritt bei der Entstehung eines neuen Bildes – die Motivauswahl. Für dieses Beispiel verwende ich ein Bild das bereits fertiggestellt ist und sich schon seit längerem in meiner Online-Galerie befindet, in der es sich großer Beliebtheit erfreut. Nämlich meine Porträtzeichnung des 1994 verstorbenen, dreifachen Formel-1 Weltmeisters Ayrton Senna da Silva.

Erstens: Die Motivauswahl

Wie die meisten meiner Zeichnungen zeigt dieses Bild eine reale Person. Denn die Maxime nach der ich meine Bilder zeichne ist ein ganz ähnliche, wie diejenige nach der Ulrich Wickert seine Bücher schreibt:
„Wenn du eine Geschichte schreibst, dann lasse sie an realen Orten spielen.“
Diesen Grundsatz wende ich auch an. Jedoch bezieht er sich bei mir auf die in meinen Zeichnungen dargestellten Personen, Objekte oder Begebenheiten.

 
Zweitens: Die Skizze

Habe ich ein geeignetes Motiv gefunden mache ich als erstes eine Skizze. Diese Skizze fertige ich in der Originalgröße des späteren Bildes an. In diesem Fall in DIN A3. (30x40 cm) Meine fertigen Skizzen sind meist ein Wirrwarr aus verschiedenen Linien, Perspektiven und Motivgrößen. Meistens ist es kaum noch möglich in diesem Durcheinander noch eine Sinnvolle Form zu erkennen. Diese ist jedoch die Grundform des späteren Bildes und somit das Gerüst auf dem die Zeichnung entsteht. Diese Skizze zeichne ich dann ins Reine und übertrage Sie auf ein frisches Blatt Papier.
Diese Vorgehensweise hat einen ganz entscheidenden Vorteil:
Wenn ich mit der eigentlichen Zeichnung beginne, habe ich bereits alle perspektivischen Möglichkeiten durchgespielt und kenne die Grundform des Bildes. Diese muss ich dann nicht erst festlegen oder schlimmstenfalls sogar wieder ausradieren. Denn jedes radieren hinterlässt Spuren auf dem Papier und mindert somit die Qualität des fertigen Bildes.

Drittens: Die Zeichnung

Nun fülle ich die in Schritt zwei entstandenen Felder. Hierfür lege ich zuerst einmal fest, welche Flächen hell- und welche dunkel werden. Hierbei gilt:
Die hellsten Flächen werden mit dem Härtesten und die dunkelsten Flächen mit dem Weichesten Bleistift gezeichnet. Alle anderen werden dazwischen abgestuft. Die einzige Ausnahme bilden hierbei die weißen Flächen. Denn diese lasse ich einfach frei. Meistens verwende ich Bleistifte in den Härtegraden von H (als härtesten) bis 6B (als weichsten) für meine Bilder.
Für fließende Übergänge von Licht und Schatten, wie zum Beispiel im Gesicht des Porträtierten, verwische ich mehrere Schichten Bleistiftauftrag mit dem Finger. So erziele ich eine weiche, gleichmäßige Abstufung. In diesem dritten Schritt verleihe ich dem Bild, wie in diesem Fall dem Porträt von Ayrton Senna, sein endgültiges aussehen.

Viertens: Glanzpunkte

Zu guter Letzt setze ich Licht- und Glanzpunkte. Das mache ich unter anderem indem ich die während des Zeichenprozesses eingedunkelten Weißflächen wieder aufhelle. Hierzu verwende ich den Radiergummi. Bei diesem Porträt habe ich zum Beispiel den Lack des Rennfahrzeuges, in dem Senna sitzt, und die Glanzeffekte in seinen Augen wieder aufgehellt. Dadurch wurde die Zeichnung noch kontrastreicher und das Porträt wirkt nun lebensechter. Wenn ich während der Arbeit an dem jeweiligen Bild keinen Fehler gemacht habe, dann ist dies das einzige mal das ich etwas radiere. Wenn ich meine Zeichnungen signiert habe, versehe ich sie noch mit einer dünnen Schicht aus Schutzlack. Diese sorgt dafür das Sie nicht abfärben und auch bei starker Sonneneinstrahlung nicht ausbleichen.